
Alles und nichts - Für welchen Leserkreis wurde das Buch geschrieben? Ich gehöre mit Sicherheit nicht dazu. Es ist alles drin, was rund um die Stadtplanung von Bedeutung ist, aber dadurch wird kein Thema so erfasst, dass der normale Leser etwas damit anfangen kann. Rund 250 Stichworte: alles wird aber nur erwähnt, nichts wird wirklich ausgeführt. Es gibt zu jedem Thema 2 Seiten, davon ist eine mit Grafiken gefüllt. Der Autor hat Stadtplanung vom Schreibtisch des Verwaltungsbeamten, der er war, für Verwaltungsbeamte geschrieben. Diese Leser bekommen Erklärungen zu den Fachbegriffen und reichlich Hinweise auf Statistiken, Gesetze, Regeln und Vorschriften sowie eine umfangreiche Bibliographie. Dafür gibt es einen Stern. Im ganzen Buch findet man kein Foto von Bauwerken, Straßen oder Plätzen, außer auf dem Titel, aber die dort dargestellte städtebauliche Situation kommt im Buch nicht mehr vor. Dafür hätte ich den einen Stern am liebsten wieder abgezogen. Erwarten könnte man von einem Stadtbaudirektor, dass er von seinen Erfahrungen im Rathaus berichtet, also aus dem Leben der Stadtplaner, die ihre Innenstädte kaum noch nach ihren Vorstellungen entwickeln können, weil die schönsten Master- oder Rahmenpläne von den Investoren zunichte gemacht werden. Im Zweifel siegt der Wirtschaftsförderer beim Interessenkonflikt. So entstehen manchmal schreckliche Bausünden. Oder konnte der Autor es besser? Dann sollte er seine Methode an Beispielen darstellen. Schließlich finde ich, dass die Schriftgröße an der Grenze der Lesbarkeit liegt. Auch die Grafiken haben oft nur die Größe einer Briefmarke. Die Seitengröße hätte nur wenige cm größer gewählt werden müssen.
Alles drin. - Das Buch bietet umfangreiche Informationen rund um das Thema Stadtentwicklung bzw. Städtebau. Besonders gut finde ich die übersichtliche Gliederung. Außerdem sind zur Anschauung viele Abbildungen vorhanden.Ich kann dieses Buch jedem, der sich für diese Thematik interessiert nur weiter empfehlen.